Gesundheit

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Selbstfindung

Der Weg zum inneren Einklang

Leonie Haas
17 Seiten
ISBN 978-3-86322-027-3 (PDF)
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Ausgewählter Beitrag

Gesundheit der Haare – was dafür tun?

Gesundheit geht dem Trend voran?


Der anlagebedingte Haarausfall ist für Männer ein wichtiges Thema, denn er kommt sehr häufig vor. Dass wir heute im Straßenbild so viele relativ junge Männer mit sehr kurzen, meist aber auch sehr wenigen Haaren sehen, ist nicht nur einem Modetrend zu verdanken. Eher könnte man denken, es sei umgekehrt: Erst die Zunahme des rapiden und genetisch verursachten Haarausfalls könnte zu diesem Trend geführt haben.

Fotolia_866575_Subscription_L.jpgViele Männer leiden auch psychologisch, wenn sich schon, kaum über 20 Jahre alt, die ersten „Geheimratsecken“ bilden und jeden Morgen immer mehr Haare nach der Haarwäsche im Duschbecken zurückbleiben. Sie fürchten durch die fehlenden Haare älter oder unattraktiver auszusehen.


Man hat sich zwar an diesen Kurzhaar-Modetrend inzwischen gewöhnt, die Betroffenen sehen es allerdings ganz anders. Sie vergleichen sich mit anderen Männern, deren attraktives Haupthaar sich bester Gesundheit erfreut und dabei voll und üppig wirkt, womit sie wiederum bei der Damenwelt punkten können. Doch diese Sorge ist nicht unbedingt berechtigt. Denn viele Frauen finden eine Glatze sehr männlich. Wichtig: Sich mit anderen zu vergleichen hilft nicht, sondern schadet – besonders in diesem Fall.


Die häufigste Ursache für den frühen Haarausfall ist die androgenetische Alopezie. Das Gute an dieser Nachricht ist, dass die Betroffenen grundsätzlich kein hormonelles Problem haben, welches sich allgemein negativ auf die männliche Gesundheit auswirken könnte. Die Testosteron-Konzentrationen im Blut sind völlig normal. Leider reagieren die Haarwurzeln bei der androgenetische Alopezie nicht auf die männlichen Hormone, weshalb die Haare schlechter nachwachsen und letztlich der Haarausfall den meist nur sehr dünnen Nachwuchs überwiegt. Man(n) kann dann an fünf Fingern abzählen, wann der Kopf „entlaubt“ ist.

Gesundheit für die Haare durch Minoxidil-Tinktur oder Finasterid


Psychische Belastungen können diese Variante des Haarausfalls verstärken. Die Dermatologen sprechen erst ab einem Verlust von 100 Haaren täglich von Haarausfall – auch wenn Betroffene es anders sehen. Was kann ein Mann für die Gesundheit seiner Haarwurzeln tun? Es gibt derzeit zwei seriöse und wirksame Methoden: Die äußerliche Behandlung mit einer Minoxidil-Tinktur. Dieser Wirkstoff verbessert die Reaktion der Haarwurzeln auf die männlichen Hormone. Die Haarwurzeln sind zwar nicht aktiv, bleiben aber erhalten. Aus diesem Grund kann Minoxidil sogar verlorene Haare wieder nachwachsen lassen. Allerdings bleibt die Wirkung nur so lange erhalten, wie die Tinktur zur Anwendung kommt. Übrigens: In der Apotheke gibt es Minoxidil-Tinktur rezeptfrei zu kaufen.

Die zweite Möglichkeit ist die Einnahme von Tabletten mit dem Wirkstoff Finasterid. Auch sie stoppen den Haarausfall und können „müde“ Haarfollikel wieder zu voller Gesundheit erwecken. Dafür ist allerdings ein Rezept des Arztes erforderlich. Als dritte Möglichkeit wird häufig Hypnose genannt. Diese Therapie hilft allerdings nur dann, wenn der Haarverlust psychisch verursacht wird. Weitere Ursachen können bestimmte Medikamente gegen Infektionen sein, im schlimmsten Fall sogar ein ansonsten noch nicht erkanntes Krebsleiden.

Natürlich werden Sie sich wundern, dass in Zeitungen und Zeitschriften immer wieder „Wundermittel“ auftauchen. Die aber sind in der Regel sehr teuer und wirken in den seltensten Fällen wirklich effektiv. Zumindest wachsen dort keine neuen Haare, wo selbst die Haarwurzeln stark geschädigt sind.

Gesundheit der Haare durch Vorbeugen?


Gibt es vorbeugende Maßnahmen gegen Haarausfall? Das ist zweifelhaft: Wenn es sich um einen genetisch verursachten Haarausfall handelt, kaum. Ansonsten sollten die Haarwurzeln gut versorgt werden, eventuell auch mit den schon erwähnten Mitteln. Bürsten und Massagen der Kopfhaut zur besseren Durchblutung können nicht schaden. Allerdings sollte dabei ein „Reißen“ an den verbliebenen Haaren vermieden werden. Schützen Sie Ihre Haarwurzeln vor extremer Kälte. Haarausfall ist oft ein Symptom einer Erkrankung und deshalb hilft es nicht, das Symptom zu behandeln. Wichtiger ist die Grunderkrankung. Ist diese geheilt und „Mann“ wieder bei bester Gesundheit, kann das Haar eventuell wieder nachwachsen.

Ansonsten sollte man es vielleicht mit diesem Spruch halten: „Es ist nicht so wichtig, was auf dem Kopf ist. Wichtiger ist, was im Kopf ist.“ Sollten Sie betroffen sein, so versuchen Sie, das, was unvermeidlich ist, mit Würde zu tragen – selbst wenn es eine Glatze ist.

360Gesundheit 08.03.2011, 21.06

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